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Ernährung in der letzten Lebensphase


1. Allgemeines

"Essen hält Leib und Seele zusammen", dieser Satz ist immer noch weit verbreitet. In der Tat, wer gut essen kann fühlt sich wohl, ist gesund, ein schönes Essen ist ein gutes Stück Lebensqualität.

 

 

Auch der soziale Faktor bei den gemeinsamen Mahlzeiten darf nicht vergessen werden.

Im Krankheitsfall bzw. am Lebensende bietet dieses Thema ein großes Maß an Konfliktpotential.

Da sind auf der einen Seite die Angehörigen. Oft können sie nicht mehr tun wie für Essen sorgen. Mit viel Mühe und Liebe wird das Essen gekocht.

Auf der anderen Seite ist der Erkrankte. Geschwächt durch vielleicht viele Chemotherapien, häufige Übelkeit durch Medikamente oder Krankheit; manchmal kommt hier auch dazu, dass dem Erkrankten bewusst ist, wohin sein Weg ihn führt und er sich immer mehr in sich zurück zieht.

Somit treffen zwei verschiedene Welten bzw Sichtweisen und verschiedene Realitäten aufeinander.

Hier muss mit viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl agiert werden.

Bei Spannungen kann überlegt werden, "für wen ist es wichtig, dass der Patient isst?"

Es ist auch wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Erkrankte, der wenig oder fast nichts mehr isst, nicht unter Hungefühl leidet. Der Magen gewöhnt sich daran, dass wenig oder irgendwann  nichts mehr gegessen wird.

2. Ursachen von Ernährungsstörungen

Mundtrockenheit, Entzündungen im Mund- Rachenraum, schlecht sitzendes Gebiss (häufig Gewichtsabnahme), veränderte Geschmacks- und Geruchsempfindung, Übelkeit und Erbrechen, Stoffwechselstörung, psychische Probleme wie Angst, Depressionen oder Einsamkeit

3. Maßnahmen zur Appetitsteigerung

 

 

 

 

-appetitlich anbieten, kleine Portionen

-Fenchel, Hopfen oder Anis regen Appetit an; das ätherische Öl des              Kreuzkümmel wirkt ebenfalls appetitanregend

-Wenn möglich, gemeinsames Essen

-individuelle Essenszeiten ermöglichen

4.Zusatzmöglichkeiten

-Essen mit hochkalorischem Anreichern wie zB Sahne, Traubenzucker

-Wunschkost

-evtl "Babygläschen" anbieten- fein pürriert, säurearmes Obst

-kühle Getränke

-Geschmackssäckchen: wenn das Schlucken unmöglich wird, Lieblingsspeise pürrieren und in eine Mullkompresse wickeln; so zum Aussaugen anbieten (mundgerechte Portionen beachten!)

 

TopAmbulanter ökumenischer Hospizdienst
Telefon: 06261 - 9378565